„Glas zerschmettere im Grund – der Beckesepp Markt sei geweiht zu dieser Stund“
So schallte es von den stolzen Zimmerermeistern hoch oben vom frisch errichteten Dach am Orsteingang von Oberried. Kurz hielten alle Gäste den Atem an, dann zersprangen die vier Gläser am Grund und lassen Glück für den weiteren Bau und die große Eröffnung im Sommer 2026 erhoffen.
Am vergangenen Donnerstag läutete Johannes Ruf einen bedeutenden Meilenstein für seinen neuen Beckesepp Markt in Oberried ein. Nach dem gemeinsamen Spatenstich im April und dem erfolgreich abgeschlossenen Crowdinvest-Projekt lud er Anfang Dezember zum feierlichen Richtfest ein. Gemeinsam mit allen Handwerkern, Planungs- und Baupartnern, der Gemeinde Oberried, dem Investorenkreis, lokaler Presse und zahlreichen Interessierten wurde der erfolgreiche Abschluss des Rohbaus und die bisherige Leistung gebührend gefeiert.
Auch Oberrieds Bürgermeister Klaus Vosberg richtete einige Worte an die Gäste, gratulierte Beckesepp und allen Beteiligten zum bisherigen Baufortschritt und wünschte weiterhin gutes Gelingen. Die Sonne strahlte auf den bunt geschmückten Richtbaum und sorgte für ausgelassene Stimmung. Mit Scherbenglück im Gepäck gabs im Anschluss den traditionellen Richtschmaus, heißen Glühwein, Sekt und das ein oder andere Sepple-Pils zum Anstoßen.
Spannende Ausblicke beim gemeinsamen Rundgang
Voller Vorfreude nutzten viele Gäste und der Investorenkreis die Gelegenheit, beim gemeinsamen Rundgang Näheres zu bevorstehenden Innenausbauarbeiten zu erfahren. Ein besonderes Augenmerk wird hier auf Klimafreundlichkeit und Energieeffizienz liegen – mit CO₂-Kühlung, LED-Technik und intelligentem Energiemonitoring.
Ein Hoch auf alle, die mit Herz, Hand und Seele zu diesem besonderen Bauwerk beitragen!
Richtspruch Beckesepp Oberried
Mit Gunst und Verlaub!
Es ist ein schöner alter Brauch
Und nebenbei recht lustig auch
Ein Richtfest zu begehen
Wenn erst einmal die Wände stehen.
Doch das geht nicht so einerlei,
dazu gehören immer zwei
Der eine der die Balken stellt
Und einer mit dem nötigen Geld.
Vor kurzen erst sprachen Johannes streng,
die St. Peter und Freiburg wird’s zu eng,
Auch wird der Geldbeutel so schwer
Ein neuer Beckesepp-Markt muss her.
Rothweiler + Färber wurde darauf einbestellt,
damit er einen Plan erstellt,
er hat in vielen Stunden
das Hirn sich müd geschunden
bis dann fein säuberlich und klar
die Zeichnung dann vollendet war
Die Weisstannefassade bekommt ein besonderes Design
Schön und modern soll es schon sein
Ich wünsch Rothweiler Färber recht viel Glück,
dieser Markt wird ein Meisterstück.
An diesem Bau sehr gut es zu sehn
Nachhaltig und ökologisch gibt’s auch in schön.
Hier sag ich voller Stolz
De Beckesepp spart nicht mit dem Holz
Seht euch an den schmucken Bau,
nach Plan und Riß gefügt genau.
Den Maurern sei so dann gedacht:
Das Erdgeschoss ist recht gemacht,
auf der die Wände stehen gut,
auf des Massivholzdaches sicher ruht.
Und eines Morgens war´s so weit:
Vom Ketterer und Hug rückten an die Zimmerleut´,
sie fügten kunstvoll und mit Stolz
in edler Form diesen Markt aus Holz.
Nun die Feierstunde hat geschlagen,
es ruhet die geübte Hand.
Nach harten, arbeitsreichen Tagen
grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.
Drum hoff ich jetzt, dass der Bauherr uns
dafür bedenkt mit seiner Gunst
und ein Fass Bier lässt laufen,
dann wollen wir Heut einen saufen!
Nun stehen alle Pfosten,
das wird den Johannes eine Mahlzeit kosten,
Er will uns jetzt dazu laden,
heut gibt’s Speck und Schweinebraten.
Dazu Späzle Soß und auch noch Fisch
Und Kuchen bis sich biegt der Tisch
Nun nehm´ ich froh das Glas zur Hand,
gefüllt mit Wein bis an den Rand,
und mit feurigen Saft der Reben
will jedermann die Ehr´ich geben,
wie sich´s nach alten Brauch gebührt,
wenn so ein Bau ist ausgeführt.
Der erste Schluck der Bauherrschaft:
Johannes Ruf Leben hoch, hoch, hoch, hoch!
Der zweite Schluck den Architekten:
Rothweier+Färber Leben hoch, hoch, hoch, hoch!
Nun brauchte man zu allen Zeiten
nicht nur den Kopf, nein auch die Hand.
Drum noch ein Hoch allen Handwerkern,
durch deren Kraft der Bau erstand.
Hoch sollen sie leben, hoch, hoch, hoch!
Der letzte Schluck, der gilt zur Ehre
dem Handwerk, dem ich angehöre.
Zimmerleute sollen leben
und die Bäcker auch daneben
Wenn der Zimmermann nicht wär,
wo käm‘ ein solcher Prachtbau her?
Wir Zimmerleute, wir sind halt Leut,
und so ein Bauwerk macht uns Freud.
Hoch sollen sie leben, hoch, hoch, hoch!
Oh Herr gib uns unser täglich Brot
So beten tausende zu Gott
Leider hat der Herrgott dafür nicht immer Zeit
Deshalb ist de Beckesepp mit Brot stets bereit.
Der Herrgott segne das Gebäude
De Beckesepp und seine Leute
Die mit ihm schaffen früh und spät,
dass ihnen alles wohl gerät.
Nie störe sein verdientes Glück
Der Neid und auch kein Missgeschick
Es mögen ihm gedeihen
Die Brote in langen Reihen
Nun ist das Glas wohl ausgeleert
und weiter für mich nichts mehr wert,
drum werf´ ich es zu Boden nieder –
zerschmettert braucht es keiner wieder;
Denn Scherben bedeuten Glück und Segen
Der Bauherrschaft auf ihren Wegen.
Glas zerschmetterer´im Grund –
Der Beckesepp Markt sei geweiht zu dieser Stund.











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